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Oberlandesgericht verurteilt Zahnarzt wegen Fake-Bewertungen

Das Oberlandesgericht Stuttgart, 13.02.2019 – 4 U 239/18 hat einen Zahnarzt kostenpflichtig untersagt, Fake-Bewertungen im Internet loszutreten.  Von Dr. Thomas Schulte, RA

Hintergrund:

Bewertungen im Internet sind für Ärzte von großer Bedeutung. Reputation ist alles. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung und der Manipulationsmöglichkeiten der Internetforen und Bewertungsportale kommt es immer wieder zu Fake-Bewertungen.

Der Tatort Computer steht direkt vor der Nase. Manipulationen sind leicht.

Es gibt aber Möglichkeiten sich zu wehren: in dem entschiedenen Fall konnte mittels einer Sprachanalyse herausgefunden werden, wer der Verfasser war. Obgleich der verklagte Zahnarzt weiter leugnete kam es zu der Entscheidung.

Tenor:

Der Zahnarzt darf nicht mehr unberechtigt und zum Zwecke der Schädigung des Kollegen negative Bewertungen abgeben.

Der Volltext der Entscheidung liegt noch nicht vor. Juristisch interessant, weil sich immer wieder Gerichte mit Bewertungsportalen im Internet beschäftigen. Eine Einführung findet sich hier.