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Was hilft bei Angst vor dem Zahnarzt?

Wussten Sie das Millionen von Deutschen zwar perfekt krankenversichert sind, aber trotzdem einen weiten Bogen um die Zahnarztpraxis machen? Nein? Aber es ist so Millionen Bürger gehen nie oder sehr selten zum Zahnarzt. Warum? Die Angst vorm Zahnarzt ist in Deutschland weit verbreitet.

Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt helfen die Zahngesundheit zu erhalten. Wer Angst vor dem Zahnarzt hat tut sich schwer mit dem Besuch. Zahnarzt-Angst? Das muss nicht sein – von Dr. Thomas Schulte, Berlin

Angst vor dem Zahnarzt – eigentlich unnötig

Schon im Studium werden die angehenden Zahnärzte auf Angstpatienten vorbereitet.
Zahnärzte haben sich auf Menschen mit schweren Angststörungen spezialisiert und bieten erfolgreiche Lösungen an.

Was ist die Angst vor dem Zahnarzt?

Für viele Menschen ist ein Besuch beim Zahnarzt mit Angst verbunden. Die Ursachen dafür sind vielfältig, Angstpatienten suchen nach Hilfe, dieser Angst zu begegnen und abzubauen. Eine vorsichtige Behandlung kann eine Lösung für diejenigen bieten, die ängstliche Gefühle haben, wenn sie zum Zahnarzt gehen. Nur wer offen mit seinem behandelnden Arzt über seine Angst spricht, dem kann optimal geholfen werden.
Heutzutage nehmen die Mediziner viel Rücksicht auf ihre Patienten und versuchen die Behandlung dem Patienten individuell anzupassen. Zahnärzte nehmen sich mehr Zeit um die Ängste, Wünsche und Bedürfnisse des Patienten zu analysieren und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufzubauen. Auch die detaillierte Vorbesprechung der Behandlung und die Möglichkeit die Behandlung jederzeit zu unterbrechen, hilft dem Patienten seine Angst allmählich zu überwinden.

Wie entsteht eine Angst vor dem Zahnarzt?

Faktoren vor denen sich Menschen beim Zahnarztbesuch fürchten sind unterschiedlich und beruhen auf verschiedene Erfahrungen. Die häufigsten Gründe für Angst vorm Zahnarztbesuch sind:

• unangenehme Erfahrungen aus der Vergangenheit
• die Unsicherheit darüber, was genau mit den Zähnen passieren wird
• Angst vor Schmerzen während der Behandlung
• Angst vor dem Verlust Zähne
• Geschichten anderer
• Scham vor dem Zahnarzt

Oft führen diese Faktoren dazu, dass Zahnarztbesuche für lange Zeit aufgeschoben werden. Die daraus resultierenden Krankheiten schüren die Angst vorm Zahnarzt nur noch weiter. Ein Teufelskreis entsteht.

Zahnärztliche Verfahren bei Angstpatienten

Unterschiedliche Methoden werden von den erfahrenen und ausgebildeten Zahnärzten angewandt und verfolgen zwei Ziele: Auf der einen Seite Angst zu reduzieren oder ganz zu beseitigen, sodass ein normaler Zahnarztbesuch möglich ist. Auf der anderen Seite durch den Zahnarztbesuch die Zahnprobleme zu beseitigen und dem Patienten somit eine höhere Lebensqualität zu bescheren.

In den meisten Fällen erfolgt ein Patientengespräch, wie ein Interview vor Ort bei dem der Arzt den Patienten befragt, um die Angst einzuschätzen und eine passende Behandlung für den Patienten zu erarbeiten.

Bei Bedarf kann der Zahnarzt verschiedene Methoden vorschlagen, um eine schmerzfreie Behandlung durchzuführen. Zu nennen sind besonders zwei häufig von Zahnärzten genutzten Formen der Anästhesie:

Methode: Lachgas

Wenn eine „normale Behandlung“ keine Option ist, verwendet der Zahnarzt eine Lachgas Sedierung, um dem Patienten die Angst zu nehmen. Distickstoffmonoxid hat eine sehr entspannende Wirkung, die Behandlung ist wesentlich weniger belastend für den Patienten. Das Distickstoffmonoxid, welches vorm Zahnarzt verabreicht wird, wirkt gut bei Angstpatienten. Die Nachwirkung ist gering, nach der Behandlung ist der Patient nach etwa fünfzehn Minuten wieder bereit beispielsweise am Verkehr teilzunehmen. Ziel dieser Behandlungsmethode ist, dass der Patient sich an die Behandlung gewöhnt und vielleicht seine Angst sogar ganz ablegen kann.

Methode: Anästhesie

Der Patient wird vor der Behandlung von einem Facharzt (Anästhesisten) in Narkose versetzt. Der Anästhesist überwacht während der gesamten Narkose alle Lebenswichtigen Parameter. Die Behandlung wird somit schmerzlos durchgeführt. Der Patient befindet sich in einem tiefen Schlaf in dem er absolut nichts spürt.